Mein Ansatz

Nach Carl Rogers – amerikanischer Psychotherapeut und Begründer des Personzentrierten Ansatzes – lasse ich mich von drei Grundsätzen leiten:

Akzeptanz – bedingungslose Wertschätzung

Ich versuche mein Gegenüber in seinem Sein zu verstehen und so zu akzeptieren wie er oder sie ist. Ich bemühe mich, nicht zu werten. Mit dieser akzeptierenden Haltung ermögliche ich, dass sich mein Gegenüber auch mehr akzeptiert und dies führt letztlich zu einer Veränderung. Denn: Je mehr ich mich kritisch beobachte und mich zur Veränderung dränge, desto weniger schaffe ich es. Wenn ich mich so sein lasse und mich selbst akzeptieren kann, wie ich bin, entsteht der Mut, neue Schritte zu wagen und Veränderung passiert fast wie von alleine.

 

Empathie – einfühlendes Verstehen

Ich begegne meinem Gegenüber mit Empathie und zeige, dass ich mitfühle. Damit mache ich mich zum Sprachrohr für die Gefühle meines Gegenübers. Denn insbesondere in Krisen stecken wir häufig in einem Gefühlsgewirr fest und indem wir laut aussprechen, was uns innerlich so beschäftigt, hilft es, Klarheit über uns selbst zu bekommen.
Empathisch von anderen Menschen angenommen zu werden ist ein tiefer Wunsch von uns allen und wenn wir in der Beratung diese Empathie erleben, hilft es uns, empathisch mit uns, mit unseren Ängsten und Wünschen zu werden.
Je mehr ich verstehe, was mit mir los ist, desto eher kann ich dafür auch Verständnis entwickeln und ich kann alten Gewohnheiten neue Handlungsweisen entgegensetzen. Dann ist Veränderung auf einmal ganz leicht.

Kongruenz – Echtheit

Nur im echten menschlichen Kontakt können wir lernen und etwas Neues entwickeln. Kongruenz heißt also, dass ich mich als Person mit in die Beratung einbringe. Und zwar mit meinen eigenen Sichtweisen, Gedanken und Gefühlen und mit meinem Wissen.
Kongruenz ermöglicht es mir, mein Gegenüber auf „blinde Flecken“ hinzuweisen.
Oder einer festen inneren Überzeugung (z.B. „ich muss immer nett sein“) eine andere Sichtweise an die Seite zu stellen („manchmal tut es mir gut, mir nicht alles gefallen zu lassen“).

Mit dieser Grundhaltung bemühe ich mich um eine verständnisvolle, offene und wertschätzende Begegnung mit den Menschen, die zu mir kommen.